Die Abholung der zweiten BK 117

19.12.20
Es war ja lange klar gewesen, daß es eine zweite BK 117 von MasterArtHelis geben sollte.
Dies wurde dann auch bald Wirklichkeit.

Das Typschild ist in der Umsetzung zur Alu-Version.

Die große lange Frage war immer nur, welche Lackierung?
Es wurde dann die Triple Tango in der alten Lackierung mit Steiger Beschriftung.
Das war eine etwas größere Herausforderung, da man kaum Bilder oder Videos fand. Und hatte man Material beisammen, so wich es ab. Klar, da sind dann wieder unterschiedliche Bau- und Ausbauzustände. Daher half nur eines. Man musste sich auf einen Tag X festlegen, und die Maschine danach aufbauen. Ich fand einen Fotografen der mir Bildmaterial aus Bad Saarow zur Verfügung stellte, und erhielt einen Lackierplan zur Leihe. Damit war es möglich einen Juli Tag im Jahre 2001 festzuhalten.
Christian Molenda hat das mal wieder ganz super umgesetzt.

Wie auch die Abholung. Das ist schon wie eine Werksabholung eines Autos.
Echt toll wie er das umsetzt.
Ich kam rein, und rechts in der Ecke stand sie. Den detailierten Rumpf kenn ich ja mittlerweile. Dennoch wirkt jedes Design ganz anders.
Die Nase mit Logo und dem Schriftzug vorne sowie die lackierten Verschlüße lassen die BK irgendwie Grinsend erscheinen. Zumindest hab ich den Eindruck

^^

Und als ich da so vor ihr kniete fiel mir dennoch ein Detail auf was ich vorher nie wahrgenommen hatte. Diese Regenrinne über den Türen. Bei der alten Maschine ist der Bereich schwarz lackiert und verschwindet. Hier ist es weiss und kommt durch den Schattenwurf besonders gut hervor. Und ich dachte ich kenne den Rumpf 🙂

Die Verschlüße an den Hecktüren sind auch dran, und diese alte Lackierung hat echt ein paar Sonderheiten die mir bei der Recherche nicht aufgefallen waren. Christian schaut da auf jedes Detail. Die Kufenrohre sind einen kleinen Bereich kurz vor Rumpfeintritt Rot. Die aktuelle DRF Variante , da sind die Rohre komplett schwarz. Auch der Hecksporn, hat einen roten Bereich.

Die Tango zu diesem Bauzeitpunkt hatte auch kein Logo am Bauch wie ihre Schwestermaschinen.

Der Tailboom, die Leitwerke und die Finne bekamen Abgasverschmutzung, wie auch Bereiche am Triebwerkauslass. Die Rohre und die Innerei muss ich noch machen, da hab ich 3D Teile die ich einpassen, lackieren und mit echtem Ruß schwärzen muss.

Der untere Bereich der Leitwerke hat einen dünnen Streifen leuchtorange. Als ich die sah, fiel mir auf, dass eine Stabiflosse anders lackiert war. Christian sagte, ja so war das auf dem Bild. Ich zweifelte an mir. Und tatsächlich. das war so.
Ein DRF Mechaniker klärte mich dann auf. Normal sind beide in gleicher Farbe. Ab und zu werden aber Leitwerke seitenweise getauscht, wegen Ausbesserung oder Wartung. Und dann kommen Farbunterschiede zu Stande, je nachdem wie lange das Leitwerk der Sonne und UV-Strahlung ausgesetzt war. Die Farbe bleicht aus und geht ins Gelbe. Sieht man bei vielen Huey-Maschinen an den Türen mit SAR-Lackierung. Somit haben wir unbewusst einen Alterungseffekt umgesetzt 🙂

Der Rumpf ist modifiziert . Das Heck aus Carbon, und die Zelle mit Carbonverstärkung.
Er ist superleicht, hochstabil und kommt ohne Spanten und Streben zur Verstärkung aus.

Die PSG-Mechanik wurde angepasst mit Heckrohr vom TREX600 und dessen Heckrotor.
Diesen Umbau beschreib ich demnächst etwas näher und reiche Bilder dazu. Ich muss erst den Kopf, der lackiert wurde wieder zusammenbauen.

Kurze Rast auf der Hinfahrt
Die Abholmucke während der Fahrt. Nalin und Kane 🙂
Da stand sie <3
Die alte und neue Triple Tango

Shooting bei der DRF Luftrettung

31.10.20
Der Tag X, auf den ich über 3 Jahre hin gearbeitet und mir ersehnt hatte, war nun endlich gekommen. Am 31.10.20 sollte ich die Gelegenheit bekommen mein Modell mit einem Original in Szene zu setzen. Aktuell sind alle BK117 B2 Muster bei der DRF Luftrettung ausser Dienst gestellt, zerlegt, teils schon verpackt oder an den nächsten Besitzer übergeben worden. Es wird also in der deutschen Luftrettung keine BK117 B2 mehr am Himmel geben. Die letzte bei der DRF Luftrettung ist die D-HAID.
Es ist schon seltsam, das erste Muster an dem ich Bilder selbst machen konnte war die D-HAID am Tag der offenen Hangartore der AKAflieg Freiburg im Juli 2018.
Hier mein Bericht: http://christoph53-rc.de/?cat=18
Und mit eben dieser Maschine wird es ein Zusammentreffen mit meinem Modell und zeitgleich ein Abschied für immer sein. Es gibt schon Zufälle im Leben.

Am Vortag hatte ich die Maschine schon verstaut und alles an Zubehör und Werkzeug was ich benötige oder benötigen könnte gerichtet und gepackt. Die neuen Schnellhalter machten sich sehr gut. Die Maschine ist straff gesichert, federt dennoch die Unebenheiten von der Fahrt heraus. Also Top !

Für diesen Samstag waren bis zu 18 Grad und Sonnenschein gemeldet. Kann es noch besser kommen?
Gegen 9 Uhr fuhr ich dann los, schön gemütlich, der Verkehr war auch sehr überschaubar. Scheinbar sind alle vorm Feiertag und Lockdown 2.0 nochmal zum Shoppen gefahren.
Ich erreichte dann so gegen halb 11 den Baden Air Park Flughafen bei Rheinmünster.

Das Ziel …. 🙂
Die Anfahrt zur Laval Avenue…
kurz vorm Ziel…

Der Verantwortliche der DRF Luftrettung welcher mich betreute, war gerade auch gekommen. Nach der Begrüßung erledigten wir die Formalitäten, Anmeldung etc., und fuhren dann das Modell auf den Platz vor dem großen Hangar.
Es waren einige EC-135 und H-145 vor Ort, auch die Maschine der ARA aus Österreich/Kärnten. Für mich am meisten von Bedeutung waren die noch nicht zerlegten Maschinen D-HAID und D-HNNN.
Gerade als ich die Maschine aus dem Wagen holen wollte, klingelte mein Handy, und der Channelbetreiber vom Youtube-Kanal Baden Air Traffic meldete sich. Er hatte sich freundlicherweise bereit erklärt für mich Bilder und Videos zu erstellen, denn mein Talent hierzu ist mieserabel 🙂
Baden Air Traffic hat sehr viele brilliante Aufnahmen von Hubschraubern und Flugzeugen. Schaut doch mal vorbei.
https://www.youtube.com/channel/UCa2o98QWUi_bNFIXDCnzYXQ

Wir holten ihn ab, und zurück am Hangar baute ich die Maschine zusammen und Matthias begann schon mal geeignete Motive und Einstellungen zu suchen.
In die engere Auswahl kamen die D-HAID sowie D-HNNN und die ARA H-145, sowie das Helipad und der Platz vor dem großen Hangarzelt.

Die Sonne stand gegen Mittag senkrecht und es war richtig warm wie im Frühjahr.
Während all dem Filmen ergaben sich auch tolle Fliegergespräche und man erfuhr so manches Detail.
Das meiste darf ich nicht schreiben verständlicherweise. Was man aber ruhig sagen darf, sind ein paar Details zur originalen Triple Tango.
Sie wird in Neuseeland umgerüstet und erhält aktuell die derzeit am stärksten lieferbaren Triebwerke. Zu DRF Zeiten genoß sie wohl intern den Ruf, eine der schnellsten B2 der DRF Flotte zu sein. Erfreulich zu hören 🙂

Ich glaub es war so gegen 14 Uhr als wir alles zusammengepackt hatten, und uns auf den Weg machten.

Mein Dank gilt der DRF Luftrettung und ARA Flugrettung für Ihre große Unterstützung bei diesem Projekt. Begonnen von der Erlaubnis zum Bau , über mehrere Flugtage zum Info sammeln , bis hin zum Abschluß mit dem Shooting am Original.

Ein ebenso großes Dankeschön an Matthias vom Youtube-Channel Baden Air Traffic
für seine geopferte Zeit und sein Engament. Nicht nur fürs Kommen und Filmen, sondern auch die Tage danach zum Aufbereiten der Bilder und des Filmes, sowie dem eigens selbst komponierten Soundtrack für das Video. Mehr davon in seinem Youtube-Channel Matthias Wunderlich . Es lohnt sich 😉

Vorab 2 Bilder, der Rest wird noch überprüft und nach Freigabe durch die DRF Luftrettung hier publiziert.

Das Modell, meine BK 117 B2 D-HTTT
Original Triple November und Modell Triple Tango

Pilot mit D-HTTT und D-HAID 🙂 Fotograf: Matthias Wunderlich, YoutubeChannel: Baden Air Traffic
Ein freudiger Tag… Fotograf: Matthias Wunderlich, YoutubeChannel: Baden Air Traffic
Film wurde erstellt von Matthias Wunderlich vom Youtube-Channel: Baden Air Traffic… vielen Dank!

Einbau des Enginedeck-Bodens

Damit das Loch oben in der Couling nicht zu groß und Dunkel erscheint, habe ich zusätzlich zum Ölkühler den Boden eingezogen und die Hydraulikverteiler mit Schläuchen verbaut die zum Ölkühler führen und auch an der Getriebeglocke angeschlossen sind. Zusätzlich habe ich ein simuliertes Ölleck am Schlauch realisiert.

Bildquelle: Udo Heeren

Kleine Antennen-Kunde

Hier informiere ich Euch über die an der Originalmaschine D-HTTT verbauten Antennen. Bei der DRF Luftrettung gibt es bezüglich Antennen keine Maschine die einer anderen identisch ist. Das liegt zum einen an den unterschiedlichen Bauzeiträumen, und zum anderen entscheidet natürlich auch der Verwendungszweck und der Stationierungsort darüber, welcher Funk, oder welche Datenübertragungsmodule samt Antennen verbaut wurden.

Mein Bestreben ist es, die D-HTTT so detailiert wie nur möglich nachzubauen. Dazu gehören besonders die Antennenanlagen, sie prägen meiner Meinung nach das Aussehen und den ersten Eindruck am stärksten.

Ich bediente mich hierzu bei einigen Bildern, aber ich fuhr auch zu diversen Flugveranstaltungen und Tage der offenen Tür bei der DRF Luftrettung. Dort konnte ich die Antennen vermessen, was mir sehr behilflich bei der Realisierung war, welche Stefan Radau von www.Scale-Print.de für mich letztlich mit dem 3D-Drucker umsetzte.

Hier dann erst einmal die Gesamtansicht der Maschine. Auffällig an der D-HTTT ist die vordere Dachantenne auf der Copilotenseite. Der Stab ist hier nämlich nach vorne geneigt. Bei fast allen anderen Maschinen ist er nach hinten geneigt. Hm, eigentlich bei allen. Ich kenne aktuell keine andere Maschine mit nach vorne geneigter Antenne. Warum das so ist, da muss ich mal bei dem Techniker der die betreute, oder einem Avioniker der DRF Luftrettung nach fragen, wenn ich wieder mal in Rheinmünster bin.

Ein schönes Bild welches ich von www.Insel-Frost-Fotografie.de erhielt, und ich mir auch von ihm auf Leinwand ziehen liess.

Also diese weisse Stabantenne ist eine Funkantenne im VHF-Bereich(Very High Frequency ) und für den Flugfunk zuständig. Sie sitzt gemeinsam mit einer weissen länglich-eckigen Antenne auf einem Antennenträgerkasten auf dem Vordach. Diese ist eine Iridium / Daten -Antenne.

Flugfunk und Iridium/Data-Antenne

Ganz knapp zu sehen auf der Dachvorderseite eine schwarze Schale mit weissem Knubbel. Das ist eine GPS-Antenne. Davon gibts es wiederum etliche Varianten. Rund, länglich, eckig.

Der kurze schwarze Stab auf der Scheibe, der auch mal metallisch silbern sein kann, ist keine Antenne wie viele immer vermuten. Es ist der OAT. Der Outside-Air-Temperatur Sensor. Also ein Sensor für die Aussentemperatur.

GPS Antenne

Dann bleiben wir mal auf der Höhe und schauen uns den Tailboom genauer an. Auf dem Tailboom ist bei der D-HTTT eine weitere Flugfunk-Antenne verbaut. In Flugrichtung gesehen neigt sie sich etwas nach links vom Zentrum des Tailbooms weg. Und von der Seite betrachtet ist sie Richtung Heckflosse ausgerichtet. Wie in der kommerziellen Flugzeugbranche auch, gibt es den sogenannten Flotten- oder Betreiberfunk. Also eine Funkanlage mit Frequenz wo sich zum Beispiel nur Maschinen der DRF Luftrettung untereinander bzw. mit der Leitstelle unterhalten können. Bei vielen Maschinen ist diese gern auch unten am Tailboom zusammen mit der langen und schwarzen BOS-Antenne verbaut. Hier stellt die Triple Tango wieder eine Ausnahme dar.

Flugfunk auf dem Tailboom

Dierekt unterhalb am Tailboom links und rechts verbaut sind die sogenannten Bügelantennen. Man kennt sie von der BO-105, deren Tailboom die BK117 ja quasi geerbt bekam. Viele dachten auch als , das seien Handgriffe um die Maschine besser rangieren zu können 🙂

Das sind die Glideslope Antennen. Also die Antennen für den Gleitanflug. Sie werden immer paarweise verbaut. Mit Ihnen wird eine ILS-Landung möglich. Das zu erklären gäbe zuviel Text. Daher, wen es interessiert wie das funktioniert, auf Wikipedia ist das gut beschrieben. Glide-Slope

Unterm Tailboom sieht man auf dem oberen Bild diese schwarze , sehr lange Antenne mit dickem Schaft. Sie ist hochflexibel und nennt sich BOS-Antenne. Sie ist folglich für den Funk mit Behörden und ähnlichen Institutionen zuständig (Polizei, BP, Feuerwehr, Rettungsdienst etc.).
BOS steht für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“

BOS-Antenne

Vor der BOS-Antenne sitzt bei fast allen BK117 eine Schale die einem halben Ei ähnelt. Das ist die Flux-Valve Antenne. Bzw. deren Abdeckung.

Sie dient der Navigation, und gleicht auf gut deutsch gesagt die Drift der sich drehenden Erdkugel aus. Gut beschrieben wird das HIER

Flux Valve

Jetzt können wir uns die Unterseite des Rumpfes der Triple Tango anschauen. Hinten sind mittig 2 Haifischflossen verbaut. Das sind wie beim Auto Navi-Antennen. Da musste ich nichts machen. Die hat Christian Molenda schon perfekt umgesetzt.

Zwei Navi Antennen


Antennen an meinem Modell

Am Bug hinter dem Scheinwerfer sitzt die ADF-Antenne.
Das ADF dient der Positionsbestimmung in der Seefahrt und Luftfahrt, der Unterstützung bei der Flugwegkontrolle und wird bei Instrumenten-Anflügen angewendet. Weiter bietet es Zusatzinformationen zu anderen Navigationsausrüstungen wie dem VOR (Drehfunkfeuer) und dem DME (Entfernungsmesser). Ein Radiokompass (ADF) wird auch in der terrestrischen, angewandten Geophysik verwendet. Es dient also nicht als normaler Kompass (Anzeige der Himmelsrichtung, in die sich das Fahrzeug gerade bewegt), sondern zum Anpeilen eines Teilzieles.

Oder kurz gesagt: Automatic Direction Finder. Funkfeuer anfliegen und eine Nadel zeigt einem einfach in welche Richtung man fliegen muss.

ADF Antenne (breiter, länglicher Kastenin Flucht des Buchstaben „A“

Seitlich auf selbiger Höhe befindet sich auf der Pilotenseite die VFR-Antenne. (Visual Flight Rules). Also die Antenne für den Sprechfunkverkehr bei Flügen nach Sichtflugregeln.

VFR Antenne.

Das war es jetzt im Groben, was die Bestückung mit Antennen an der D-HTTT betrifft.

Im Internet findet man von fast allen Großen Herstellern Gesamtkataloge. Dort sind alle Antennen gelistet, teils mit Skizzen und Bemaßung.

Antennenkatalog Beispiel

BK117 Sitze

Modellsitze des Musters BK117 waren bis zum heutigen Tag keine auf dem Markt zu bekommen, die auch nur annähernd an BK117 erinnerten. Entweder waren das irgendwelche Universellen, oder abgeänderte universelle Sitze oder aus anderen Mustern zweckentfremdete und veränderte Sitze. Aber keine entsprachen der typischen Form.

Hier die originalen der D-HTTT

Bild: Stefan Bergner
Bild: Stefan Bergner
Sitz in der D-HIMB

Somit war für mich klar, dass die Sitze , wie die Antennen und Ölkühler vorher schon, auch von Stefan Radau von www.Scale-Print.de gefertigt werden.

4.1.20
Heute Mittag war mal wieder Basteln angesagt 🙂
Ich bin seit gestern an den Cockpitsitzen dran. Auf erste Skizzen und Bemaßungen hin, erstellte ich ein Raum-Modell aus Pappe um zu sehen, ob es wirklich stimmig von den Abmessungen her passt. Die Maße stammen von der BK die ich vermessen hatte. Stefan Radau hat davon erste Skizzen gemacht. Nachdem ich das Modell fertig hatte, sah ich, dass das zu klein ist. Trotz dem Maßstab 1:7,6
Hm, wo liegt der Fehler?
Also holte ich Bilder und Maßblätter wieder vor und fand den Fehler. Da gab es ein Bild mit dem Maß bis Ende Kopfstütze. Er ging davon aus es ist das Maß Boden – Ende Kopfstütze. Ich hatte das Maßband aber auf der Sitzfläche aufgestellt. Kann man so nur wissen wenn man vor Ort war. Meine Schuld. Mit dem neuen Maß in 1:7,6 umgerechnet und in Papier geschnippelt passt es nun 🙂
Auch mit Blick auf das Original. Die Oberkante Kopfstütze ist auf gleicher Linie wie die Obere Kante der hinteren Schiebetür.

Jetzt müßen die Daten korrigiert werden und die Teile gedruckt werden.

5.1.20
Anmerkung zur Sitzhöhe
Von der Seite betrachtet kann man das auch nachrechnen. Die Sitztiefe ist ja bekannt, dann Überprüfung mittels Maßstab nach oben , das Höhenmaß der Lehne.
Die Gesamthöhe variiert natürlich je nach Sitzhöhenverstellung des Gesamtsitzes. Der wird ja wie der Autositz auf den Pilot eingestellt. Daher hätte das Gesamthöhenmaß nichts gebracht. Wenn ein kleiner Pilot fliegt ist der Sitz höher, ein langer Kerl stellt den nach unten. Daher hab ich das Maß von der Sitzfläche nach oben genommen. Das ist immer gleich.

8.1.20
Dieser Sitz hat vielleicht Stunden an Recherche gekostet…puhh.
Nach der Überarbeitung stellte sich am Modell heraus, dass die Proportion nicht schlüssig ist.
Insbesondere die Kopfstütze.
Ich nahm mir nochmals alle Bilder und Abmessungen vor die ich in der Werft gemacht hatte.
Die Proportion der Kopfstütze konnte ich dann wie beim Original hinbekommen.
Das letzte Problem war die Rückenlehne. Da tat sich ein Rettungsanker auf. In einer Pilotengruppe bei Facebook erklärte sich ein Pilot bereit den Sitz nochmals zu vermessen. Großes Dankeschön an ihn !!! Mit den Daten konnte dann der Fehler gefunden werden. Ich gab die neuen Daten dann an Stefan Radau von Scale-Print.de weiter und er machte eine bemaßte technische Zeichnung. Mit ihrer Hilfe änderte ich mein Papp-Raummodell und probierte alles im Maßstab 1: 7,6 aus.
Jetzt passte es.

Eine weitere Fehlerquelle, die eigentlich betrachtet keine war, ist das Sitzgestell.
Im Erstentwurf sieht der Sitz zu gestreckt aus. Mit einem Techniker konnte ich das Ganze dann auflösen. Die Sitze sind ja höhenverstellbar. Ich ging anfangs von einer fixen Rückenlehne aus. Der BK-Sitz ist aber wie ein Autositz. Die Rückenlehne mit fixer Länge ist am Sitzrahmen befestigt. Der Sitzrahmen lässt sich wie ein Autositz in der Höhe verfahren.
Und meine gemessene 28cm war der tiefste Punkt. Den hatten die Mechaniker in der Werft ganz runtergefahren, um die Wartung besser durchführen zu können. Muss man erstmal draufkommen in dem Moment.
Der Pilot sagte, dass fast nahezu alle BK-Piloten den Sitz so hoch wie nur möglich fahren, um gut über die hohe Armaturentafel und Schnauze nach vorne schauen zu können.
Und er merkte noch an, dass für ihn die neuen H145 Sitze schrottig sind, er er die aus der BK117 B2 sehr vermisst vom Komfort und den Verstellmöglichkeiten her.

Also alle Rätsel konnten mit verschiedenen Leuten gelöst werden. Stefan Radau übernahm alles und konstruierte dann den finalen Sitz.
Hier entschied ich mich für meine niedere Sitzposition. Denn ich probierte eine Pilotenpuppe die in 1:7,6 gefertigt ist. Und mit dieser Sitzhöhe sitzt die Puppe wie in der Originalen Maschine. Nicht zu press unterm Dachfenste, und nicht zu tief. Das schaut schon schlüßig aus.

Ist der echte Sitz ganz ausgefahren, so ist die obere Kante der Kopfstütze nahezu auf der Innenverkleidung der Kabine. Hier dann ein paar Bilder, die einige Schritte zeigen, bis ich da alles an Unklarheiten aufgedröselt hatte.

Hier dann nun finale Konstruktionsdaten von dem Sitz.
Ohne Stefan Radau hätte ich es nie umsetzen können, dass ich so detailierte Sitze für meine BK bekomme. Auf dem Markt findet man für die BK nämlich keine, die dem Original gleichkommen.
Er druckt die mit Gummibeschichtung für das Polster.
Ich bin schon sehr gespannt auf die fertig gedruckten Teile. Leider kann er die Beschichtung bisjetzt nur in schwarz und grau drucken. Ich entschied mich dann für Grau und probiere die Oberfläche zu brushen. Denn bei der originalen D-HTTT sind die Sitze Rot. So würde ich das gerne auch umgesetzt haben wollen.

BK117 Sitz von www.Scale-Print.de


BK117 Sitz von www.Scale-Print.de

Info Scale-Print.de

Artikel im Rotor-Magazin: https://www.rotor-magazin.com/3d-druck-dienstleister-fuer-scale-details-scale-print/

Sitze im Onlineshop: https://www.scale-print.de/de/bk-117/428-1117-pilotensitz-bk-117.html#/71-massstab-m_1_76

18.1.2020

Heute wurden die gedruckten Sitze geliefert. Die Qualität ist hervorragend. Besonders der gedruckte Schaum kommt sehr gut herüber. Bei der Haptik erinnert er eher an harten Stoff als an Schaumgummi. Das wird ein geiles Cockpit werden. Zudem stimmt die Proportion, die solange Probleme bereitet hat.


Werft Besuch 18.12.19

Ein Besuch bei der DRF Luftrettung in der Werft bei Rheinmünster

Die Verantwortlichen der DRF Luftrettung hatten es mir ermöglicht, dass ich vor Ort sein konnte um den Ölkühler zu vermessen und dokumentieren. Denn davon werden dann 3D-Druckteile erstellt die im Enginedeck eingearbeitet werden.

Früh Morgens fuhr ich über Frankreich nach Rheinmünster um dem Stau auf A5 und A6 zu entgehen, und ich kam auch super durch. Es war bewölkt, und regnete etwas schwach.

Anfahrt zur DRF Luftrettung

Am Empfang angekommen, wurde mein Betreuer gerufen, und bis der Tagesausweis fertig war, gingen wir zum Frühstück. Die entsprechende Zeit war ja. Danach wurde ich über Sicherheitsbestimmungen informiert, unterschrieb die Ausweispapiere und wurde dann zur Maschine geführt. Es war an dem Tag keine DRF BK117 B2 in der Halle, sondern eine C1 eines anderen Betreibers. Das ist aber kein Problem, da die Teile auf die es mir ankam, gleich sind.

Ich wurde an der Maschine eingewiesen, dann liess man mich an der Maschine. Ich holte alle vorbereiteten Skizzen heraus und machte mich ans vermessen und fotografieren.

Der Ölkühler

Ab und an kamen Techniker und Piloten vorbei und man wechselte Wissen aus. Ich lernte auch den Techniker kennen der sich meist um die D-HTTT kümmerte, und ein Pilot der sie geflogen war. Ein Avioniker half mir bei den richtigen Blinkfrequenzen. Mit den Daten kann ich dann das Beleuchtungskit genau nach dem Vorbild einstellen.
Nach ein paar Stunden war ich fertig, und ich holte mit meinem Betreuer die Kleine Tango, für ein paar Erinnerungsbilder vor einer Originalen Maschine. Wenn gleich auch keine BK117 B2.

Als die Maschine auf dem Podest stand, waren auch gleich schon einige Techniker da und machten Bilder. Freute mich, daß sie Ihnen gefallen hatte.
Von den Details die MasterArtHelis umgesetzt hatte waren sie sehr begeistert.

Hier dann ein paar Bilder. Zum Abschluß gabs noch nen Heli-Teddy 🙂

Der Ölkühler wurde von www.Scale-Print.de und Stefan Radau umgesetzt.

Antennen

26.12.19
Die Umsetzung der Antennen bereitete mir immer etwas Sorgen. Man findet eigentlich keine Scaleteile die richtig passen. Von Form und Maßstab. Durch Zufall kam ich während meiner Recherche zum Einsinkschutz und dem Ölkühler zu Stefan Radau und seiner Seite www.Scale-Print.de .Er setzte mir Ölkühler und Einsinkschutz um. Und die Teile sind hochkarätig. Auf Nachfrage war er auch bereit die Antennen zu generieren. Bilder und Abmessungen hatte ich ja. Da jede DRF BK117 andere Antennen an meist auch anderen Orten verbaut hat, ist quasi jede BK117 ein Unikat. Wir setzten dann die Antennen nach dem Vorbild meiner D-HTTT um.

Und dies sogar über die Weihnachtsfeiertage. Echt unglaublich. Das Ergebnis sind perfekte Nachbildungen, die dann zum Druck kommen und danach lackiert werden.

Mit diesen identischen Antennen wirkt die kleine Tango dann bestimmt noch filigraner und originaler.

Anbei Bilder von www.scale-print.de

Wer mal vor dem Problem steht, etwas in 3D-Druck umsetzen zu wollen, bei Null CAD-Kenntnissen, ist man hier an Erster Adresse.

9.1.19
Heute wurden die Antennen geliefert. Sie sind sehr gut geworden.
Die BOS-Antenne ist perfekt. Der lange Antennenstab ist so. Beim Original geht der auch fast bis runter.

Die GPS Antenne fürs Dach vorne muss nicht mehr viel angepasst werden vom Dachradius her. Das kann man so eigentlich montieren.

Der Träger der Funk+Iridium Anlage muss noch weiter abgeschliffen werden. Der ist in echt nicht so hoch. Das war ein Materialzuschlag von Stefan Radau, dass man den Dachradius genau anpassen kann.

Die Funkantenne für nach oben auf dem Tailboom passt auch.

Bei der Flux-Valve Antenne muss etwas nachgearbeitet werden. Da ist der Radius des Tailbooms größer. Sowas kann man vorher schlecht vermessen. Das muss über den Weg der Anpassung vor Ort gehen

14.1.20
Der Postbote brachte morgens um 10 Uhr schon ein Päckchen.
Darin, Kunststoffrundstäbe in 1 und 2mm Stärke, und sehr flexibel.
Damit ersetze ich die den Antennen beigelegten Stäbe aus Metalldraht. Die waren mir zu schwer, gerade bei der Funkantenne auf dem Ausleger. Und natürlich zu steif.
Das Bewegliche finde ich gerade gut daran. Sieht echt aus und der weitere Vorteil ist die halt die Flexibilität. Da bricht mir keine Antenne ab wenn ich drankomme. Für die normalen Antennen nehm ich die 1mm Variante, für die im Video gezeigte BOS Antenne, die 2 mm Variante. Da schleif ich oben 1 cm auf 1mm ab und kleb das in den Halter. Denn die BOS Antenne hat in echt einen dicken Stab.
Die hier sind das gewesen. https://www.hornbach.de/shop/Kunststoff-Rundstab-1-0-mm-Laenge-1000-mm/6178801/artikel.htm

15.1.20
Heute kam die Flux-Valve Antenne. Erst dachte ich die ist etwas zu groß geraten, aber sie passt wie aus dem Ei gepellt formschlüßig auf den Tailboom.Ich habe dann noch ein Vergleichsbild erstellt, mit oben die Original Tango-Maschine und darunter mein Nachbau. Stimmig und passt. Somit kann die in den Finish zum Lacken und beschriften.
Die ADF-Antenne und die Pilotensitze sind auch auf dem Versandwege, und müßten Morgen oder Freitag eintreffen. Da bin ich gespannt.

Modell

Original (D-HIMU), Fotograf: Stefan Bergner

10.7.20
Die lackierten Teile wurden geliefert und angebaut. So schaut die BK117 gleich um einiges besser aus.

Ölkühler & Bärentatze von Scale-Print.de

21.12.19
Die CAD Daten sind nun erstellt, und es kann an das Drucken gehen.
Sie entstanden nach Bildern die ich an der Originalen BK117 machte, und den Abmessungen die ich dort ermittelt habe.
Zum einen die Bärentatzen (der Einsinkschutz), und zum anderen der Ölkühler der oben im Enginedeck hinter der Cowling je links und rechts im Ansaugkanal sitzt und die Getriebeglocke vorne umhüllt.
Über die Kühlerkanäle strömt dann auch die Ansaugluft zu den Turbinen.

Da ich selbst so etwas nicht erstellen kann, mangels CAD Kenntnissen, fand ich dann nach etwas Recherche zu Stefan Radau von SCALE PRINT . Er erstellt Druckdaten auf Kundenwunsch und bietet auch sehr tolle Scaleanbauteile.
Und die Umsetzung hat es echt in sich. Was er aus wenig Material (Bild, Abmessung) zaubert ist der Hammer! Für Leute ohne PC-Kenntnisse wie mich, erste Adresse.

CAD Datenerstellung und 3D-Druck von www.Scale-Print.de

23.12.19
Von www.Scale-Print.de bekam ich jetzt die finalen Datenblätter der Tatzen und des Ölkühlers mit den 1:7.6 Maßen.
Die habe ich am Modell jetzt abgeglichen. Die Tatzen passen super. Anfangs denkt man, dass die zu groß sind. Aber das liegt eher daran, dass viele auf dem Markt käufliche Tatzen nur auf geschätzte Abmessungen aufgebaut sind. Die BK mit einem Papiermodell schaut jedenfalls richtig wuchtig aus 🙂
Wenn die noch den Cable-Cutter hätte, wäre das richtig martialisch.
An Hand der Maße erstellte ich aus Styropor ein Raummodell des Kühlers, um zu schauen wie er in das Enginedeck passt. Etwas muss mit dem Dremel angepasst werden. Da wo die Taumelscheibenservos mit den Hebelarmen sitzen, und da wo die abstehende Trennkante von Haube zu Rumpf ist. Aber das ist alles machbar. Ich hab dann die Haube mit dem Raummodell bestückt und auf den Rumpf gesetzt. Das sieht jetzt schon mal nicht schlecht aus.

Stefan Radau macht auch noch ein Modell um den Draht richtig biegen zu können. Der kommt dann vorne auf die Schnecke des Kühlers.
Dann gehts an die Auswahl und Umsetzung der noch fehlenden Antennen.
Die Flosse am Cockpitunterboden und die ADF-Antenne ( Automatic Direction Finder. Funkfeuer anfliegen und eine Nadel zeigt einem einfach in welche Richtung man fliegen muss.)

Tatzen von www.Scale-Print.de
Raummodell Ölkühler
Raummodell im Enginedeck


Tatze von www.Scale-Print.de
Tail-Boom -Antenne von www.Scale-Print.de

9.1.20
Heute kamen die Teile vom 3D Drucker
Beim Einsinkschutz muss ich oben noch die Fräsungen machen, dass man die wie beim original über den Rohrträger der in den Rumpf geht schieben kann.
Die hintere Rohrschelle an der Kufe muss auch etwas abgefräst werden, damit er drüber passt.

….
und der Ölkühler…der ist sehr geil geworden <3.
Ich hab die Einzelteile mal provisorisch mit Klebeband befestigt. Da muss jetzt noch ein rundes Drahtgitter geformt werden, und auf den Ring von hinten geklebt werden. Dann wird der Ring auf die vier Halter geklebt und das Ganze Teil kommt ins Enginedeck. Da hier aber die Taumelscheibenservos sich breit machen, werd ich etwas am Kühler abfräsen müssen.

Nach der Anpassung werden die Teile noch lackiert und am Rumpf befestigt.

13.1.20
Ich passte heute das Drahtgitter an die Ringscheibe des Ölkühlers an. Hierzu nahm ich Aluminiumdrahtgitter aus dem Bauhaus.

14.1.20
Ich passte mal provisorisch den Ölkühler ein.
Schaut schon etwas besser aus mit dem Teil 🙂
Jetzt noch ein Stück zurück und die Höhe angepasst, dann sollte das stimmig werden.
Ist leider sehr schwer zu fotografieren. Ich wählte den Punkt Focus auf den Kühler, aber über die gedruckte Oberfläche klappte das nicht ganz so gut. Man kanns aber denk ich erkennen.
Auf den Originalbildern sieht man auch schön, dass die nicht symmetrisch links wie rechts eingebaut sind. Das geht baulich auch gar nicht, durch die Anordnung der Getriebeglocke und den darum verbauten Hydraulikaggregaten und Leitungen

18.1.20
Das Drahtgitter aus Alu wurde an die Ringscheibe geklebt, und diese wiederum an die Verdichtereinheit. Lackiert wurde es in Grau matt wie beim Original. Danach wurde er zur ersten Anprobe im Enginedeck angebracht.

19.1.20
Die beiden Ölkühler einzubauen, dauerte gute 7 Stunden.
Das Mittelstück des Luftkanales musste ich leider abfräsen. Hier war der Servoarm und der Rahmen der Mechanik im Weg. Bei der nächsten BK kommt da die PSG-Mechanik rein, da hab ich vorne deutlich mehr Luft.
Auch die Positionierung im Enginedeck unter der Couling, stimmt nicht 100%ig. Aber fast. Eigentlich erkennen das nur Kenner, Mechaniker und Piloten. Aber es war ein Kompromiß aus Echtheit, Funktionalität und Sicherheit. Dennoch finde ich ist es in Anbetracht der Umstände ganz gut geworden. Das Loch vorne ist nun zumindest nicht mehr so groß.

Umsetzung der Turbine

10.10.2019
In die Abgasrohre kamen Teile aus dem 3D-Drucker.

Sie wurden mit REVELL-Farbe 90 (silber) bemalt, und dann mit einem brennenden Kunststoffstab (Ultraform) abgeflammt. Also quasi in den aufsteigenden Ruß gehalten. Das hat den Vorteil dass man echten Ruß mit kalter Flamme aufträgt. Das ist meiner Meinung nach realistischer als lackieren oder brushen.

Echte Turbinen sind in der Regel immer im oberen Bereich von so ca. 8 Uhr bis 4 Uhr am meisten mit Ruß behaftet. Das hängt damit zusammen dass das Abgas nach oben wegdedrückt wird und steigt. Im unteren Bereich, und Bereiche des Turbinenrades können wiederum blank oder teilblank werden und silbrig durchschimmern. Das kommt vom nachlaufenden Sprit beim Abstellen der Turbine der sich dann etwas unten sammelt und Carbon weglöst. So hatte es mir ein Hubschrauber-Mechaniker erklärt.

Mit Ruß geschwärzte Turbine