Lüftungsgitter aus Milanese Mesh für Transportbänder

Ich hatte schon länger überlegt wie und mit was man am besten die verschiedensten Gitter der Öffnungen und Verkleidungen realisieren könnte. Es gibt ja einige im Handel, aber oftmals sind sie zu grob gestaltet.

Neulich wurde ich auf ein besonderes Produkt aufmerksam und sah das in Gedanken schon im Rumpf verbaut. Es wirkt hochwertiger und filigraner als die üblichen Drähte.

Es sind Milanese Mesh für Transportbänder der Firma Heinrich Heidecker e.K aus Pforzheim. https://www.heidecker.de/foerderbaender

bei Facebook: https://www.facebook.com/heideckermesh/

Nach kurzer Kontaktaufnahme, wurden mir einige Muster gesendet.

Sie sind sehr passend würde ich sagen. Je nach Modellgröße und Originalgitter, muss man sich halt das richtige Gewebe aussuchen von der Größe und der Maschenweite her.

Ich werde auch meine gute alte EC-135 damit bestücken wenn das Projekt BK-117 vollendet ist.

Da Bilder nicht alles so wiedergeben, habe ich ein kleines Video erstellt


Videoquelle: Youtube / DemianSP

Piloten-Uniformen der DRF Luftrettung

Die Piloten wollte ich so echt wie möglich erstellen.
Und das war gar nicht so einfach gewesen. Angefangen bei der Suche nach Puppen in geeignetem Maßstab, bis hin zum Erscheinungsbild und der Detailtreue sowie die Suche nach geeigneten Materialien wie Stoffen und Zubehör.
Letztlich entschied ich mich für die Piloten von Scale-Pilots.ch
Die sahen sehr gut aus.
Umsetzen möchte ich eine echte Besatzung bestehend aus Pilot, Notarzt und HEMS.
Bevor ich allerdings 3 Stück ordere, muss ich mich an einer versuchen.
Nach einigen Tagen kam dann ein Päckchen aus der Schweiz, samt Zollforderung.
Der AHA-Effekt kam beim Auspacken. Ich war baff über die Details. Sowohl der Puppe, als auch dem Helm und Overall. Sowas zu schneidern, da frag ich mich wie das geht und wer das macht.

Im Nachhinein weiss ich welch Arbeit mein Overall machte, und der ist von den Aufsätzen und Abnähern her nicht so fein . Mein voller Respekt an Scale-Pilots.ch
So, da lag er nun vor mir, mit tollem Body aus PU-Schaum.

Der Pilot von Scale-Pilots-ch

Jetzt muss ein Plan gemacht werden.
Ein Schnittmuster muss erstellt werden, und dann erste Probeanzüge geschneidert werden.
Hierfür stellte sich meine Mutter zur Verfügung. Vielen Dank nochmal an Sie an dieser Stelle für diese lange und knifflige Arbeit.
Ich besorgte dann erstmal in Speyer im Stoff-Basar.de einen roten Stoff der farblich an die Original-Kombi herankam. In etwa RAL3000.
Zudem erstellte ich am PC den Patch der DRF-Luftrettung Station Mannheim vom Christoph 53 und den Patch für die Ärmel von der Organisation.
Ich brauchte auch goldenes Material für die Schulterklappen des Piloten. Sowie bügelbares Reflexband.
Und ich musste mir Gedanken über den Rückendruck machen.
Hier steht ja DRF in weiss und daneben Luftrettung in schwarz.
Darunter in schwarz dann Pilot, Notarzt und Rettungsassistent bzw. Notfallsanitäter. Wie soll man das so klein 2-farbig auf 50mm Breite unterbringen?
Stick?, Einzelsiebdruck? Bügelbare Plottfolie? Schwer, sehr schwer…
Für Stick ist es zu klein. Für Siebdruck total unrentabel, und Plottfolie wird schwer herzustellen sein.
Ich fand eine Stickerei die wollte sich das mal ansehen. Im Laufe der Zeit klärte sich in einem Gespräch mit dem Rumpfbauer, dass er das mittels Airbrush machen kann. Problem Rückendruck somit gelöst.

Meine Mutter schneiderte zwischenzeitlich erste Modelle aus weissem Stoff. Mit gutem Erfolg.
Nach einigen Varianten passte Schritt, Schulter und Bein. Also wagten wir uns an den echten roten Stoff.
Nachdem das erste Muster geschneidert war, stellte sich heraus, dass der Stoff zu grob gewebt und steif war. Der Overall plusterte sich auf.
Also fuhr ich wieder in den Stoff-Basar, und holte feineren Stoff.
Damit wurden auch ein paar Modelle geschneidert bis der Schnitt perfekt an den Body der Puppe angepasst war.
Nach etlichen Modellen hatten wir ein Schnittmuster das für uns gesehen ideal passte.
Dieses wurde nur zusammengereiht, nicht genäht, um Probeweise die Reflexstreifen und schwarzen Streifen zu üben.
Die schwarzen Streifen wollten wir nähen. Entweder aufsetzen, oder ansteppen.
Ersteres wäre zu dick gewesen. Zweiteres schwierig zu nähen.
Durch Zufall fand ich die Lösung als ich mein Skalpell-Set suchte. Da fiel mir eine Rolle schwarzes Gewebeklebeband in die Hände. Und ein Geistesblitz flammte auf.
Man könnte versuchen die schwarzen Flächen zu kleben.
Und siehe da, es klappte und sah auch noch schön auf.


Schwieriger war das Bügeln der Reflexstreifen. Ich bügelte die zuerst rundherum. Das gab leider in der Naht etwas Luft und ein Wulst. Zudem merkte ich, dass die Bereiche des Klebebandes, die ich mit dem Bügeleisen berührte, sich hell verfärbten, und der Kleber aufschmolz und verhärtet. Das darf nicht sein.
Also muss zum Aufbügeln der Overall wieder aufgetrennt werden, und nach dem Aufbügeln wieder zusammengenäht werden.

Nach einem weiteren Üb-Overall gings dann ans Ganze.
Der Blutdruck stieg, denn ein Fehler, und Mutter müßte einen kompletten Overall neu fertigen.
Da ich mir sehr viel Zeit liess, und alles genau überprüfte ob es passt, bevor ich das Bügeleisen ansetzte, gingen gute 5 Std ins Land.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Nach dem Applizieren der Patches sah es noch besser aus.
Es fehlten dann nur noch die Schulterbesätze und das Namensschild, sowie der Rückendruck.



Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Alles in allem dauerte die Aktion gute 4,5 Wochen, und verschlang etwas über 150 Arbeitsstunden.


Hier dann ein frühlingshaftes Shooting mit meiner EC-135

Pilot und HEMS sind ja somit fertig.
Die Puppen und Helme waren von Scale-Pilots.ch

Nun kommt der Notarzt an die Reihe. Dieser ist ein 3D-Druckteil von www.microhelis.de und bekommt eine Standart Notarzt Uniform mit Stationszeichen des CH53 und der DRF Luftrettung. Damit er menschlich wird, muss er noch mit REVELL Farben bestrichen werden. Die Druckqualität ist prima. Scheint aus Pulver gedruckt zu sein, da noch überall weisser Staub in der Tüte war


3D-Pilot von microhelis.de

Rotor-Live Messe 2019

Am 9.3.2019 besuchte ich die Rotor-Live Messe in Iffezheim.
Es war wie im letzten Jahr etwas kühl gewesen mit leichtem Nieselregen. Leider stürmte es auch. Aber in dem Gebäude war es ja warm.
Zum Glück war schon gegen 8:30 Uhr offen. Letztes Jahr fror man, da pünktlich um 9 erst geöffnet wurde.


Als Erstes besuchte ich den Stand der Heli-Factory. Ich wollte weitere Details und Lieferzeit für mein BK-117 Cockpit erfragen.
Am Stand war eine S58 ausgestellt, mit etwas über 4 Meter Hauptrotorkreis. Der Antrieb erfolgt über einen Sternmotor der mit einem Generator von Hacker-Motors gekoppelt ist. Im Verbrennungsmodus erzeugt dieser Generator Strom, der in Akkus gespeichert wird. Sollte im Flug mal der Sternmotor aussetzen, übernimmt der Generator bis zu 5 Minuten den Antrieb. Eine sichere Landung ist gewährleistet.

Gegenüber war PSG-Dynamics, von denen ich den 4-Blatt-Rotorkopf bezogen hatte. Ich nutzte die morgendliche Leere für gute fliegerische Gespräche.

Danach schaute ich mir die anderen Stände an. Es war wie immer ein toller Tag gewesen.

Abschliessend einige Bilder vom heutigen Tage

Die Beleuchtung

Mit dem Rumpfhersteller wurde besprochen, dass er das Beleuchtungskit aussucht und verbaut. Die Lichter so realitätsnah wie nur möglich, und die Scheinwerfer in der Front im Rumpf eingelassen.

Die verbauten Sensoren

JETI DUPLEX E2 Messerweiterung
Artikel-Nr. 80001316
(zum gleichzeitigen Anschluß von bis zu 2 Sensoren an einen Duplex Empfänger)




DUPLEX 2.4EX MUI 150 Spannungs/Strom-Sensor
Artikel-Nr.: 80001304 EAN: 4250320212492

Die MUI Sensoren sind zur Messung von Spannungen, Strömen und verbrauchter Akkukapazität im Modell bestimmt. Zur Anzeige der gemessenen Werte wird das JETIBOX-Terminal benutzt und zur drahtlosen Übertragung der Informationen das DUPLEX-System 2,4GHz.
Das DUPLEX-System benutzt zur Kommunikation das 2,4GHz Band, welches nicht nur die Übertragung von Fernsteuerungs-Daten zum Modell ermöglicht, sondern auch die Übertragung vom Modell zurück zum Sender. Die während des Betriebs gewonnenen telemetrischen Daten werden in Realzeit übertragen und der aktuelle Stand der gemessenen Größen kann auf dem LCD Bildschirm der JETIBOX dargestellt werden. Die telemetrischen Sensoren MUI ermöglichen das Messen von Spannungen und Strömen in Ihrem Modell und übertragen diese Informationen mit Hilfe des DUPLEX-Systems (Empfänger und Sendermodul). Dank der hohen Strom-Messgenauigkeit erlauben diese Sensoren die verbrauchte Kapazität des gemessenen Akkus zu verfolgen. Die MUI-Einheit nimmt neben der Dauer des Stromdurchgangs auch den Durchschnittswert und Maximalwerte des Stromes auf. Weiterhin bietet sie die genauen Spannungswerte sowie ihre minimalen und maximalen Werte an.
Zur Einstellung von Parametern und Darstellung der gemessenen Werte dient das JETIBOX-Terminal.
Die MUI-Sensoren ermöglichen die Einstellung eines akustischen Signals bei Überschreitung von eingestellten Parametern. Diese Alarmmeldung kann für die Messung des maximalen Stromes, der minimalen Spannung und für den maximal zulässigen Kapazitätsverbrauch eingestellt werden. Das akustische Signal wird vom Sendermodul über einen eingebauten Tongeber generiert. Einzelne Alarmmeldungen werden durch die Zuteilung eines Morsealphabet-Buchstabens voneinander unterschieden. Die akustischen Signale für Parameterüberschreitungen werden auch dann generiert, wenn keine JETIBOX angeschlossen ist. Bei angeschlossener JETIBOX zeigt das LCD-Display an, welcher Parameter überschritten wurde. Im Falle der Überschreitung mehrerer Parameter wechseln sich die akustischen Signale und LCD-Displayanzeigen ab.



DUPLEX 2.4EX MRPM Drehzahlmessmodul
Artikel-Nr.: 80001306 EAN: 425032021251

MRPM wurde entwickelt zum Messen der Drehzahl aller Motortypen. Die Messung erfolgt mittels optischer Sensoren. MRPM misst die aktuelle Drehzahl des Propellers und speichert die Maximale
Propellerdrehzahl.Diese Werte können direkt mit der JetiBox ausgelesen werden oder auch am Empfänger angeschlossen und so über den Sender in Echtzeit ausgelesen werden.

Der Einbau der Mechanik in den Rumpf

Bei der Arbeit zum Kopfeinbau in die Mechanik kamen einige Probleme auf, die vorher noch nicht so ersichtlich waren. Die Mechanik des EFL-Pro hat eine schräge Aufnahmeplatte an der Front für Regler, Empfänger und BEC. Oben auf dem geraden und horizontalen Bereich, würde das AC-3x Stabisystem sitzen. Baut man das aber so in den Rumpf würde diese Schräge Halterung genau im Cockpitbereich liegen. Ein Einbau von Sitzen und Cockpit-Armaturenbrett ist dann nicht machbar. Folglich muss sie abgetrennt werden. Auch ist ohne Rumpf nur schwer abzusehen wieviel Luft oberhalb des AC-3x nach oben zur Domabdeckung ist. Nach hinten kann man das Stabisystem nicht setzen, da man bei eingebauter Mechanik nicht drankommen würde. Das liegt an der Bauweise des Rumpfes. Man kommt an die Innereien indem man die Front vor der Hauptrotorwelle abzieht. Bei meiner Vario EC-135 ginge es, da man hier über die demontierbaren Turbinenabdeckungen ran kommt. Man müßte quasi zum Einstellen des AC3x jedes Mal die Mechanik aus dem Rumpf bauen. Laut Rumpfhersteller ist sein System so aufgebaut, dass die Mechanik in ca 5 Minuten aus und eingebaut werden kann. Aber besser ist es ja, wenn man da nichts demontieren muss.

aufgesetztes Ac3x und der schräge Vorbei aus seitlicher Ansicht
Diese Schräge muss weg…

Wenn das AC-3x hier sitzen bleiben könnte, wäre das super

Ein weiteres Problem ist die Wahl der Akku und die Platzierung. Ohne Rumpf vor sich zu haben ist das so eine Sache. Die EFL-Pro Mechanik hat ein Schienensystem. Die Front kann zwar abgenommen werden, aber derzeit weiss ich noch nicht ob dann die Cockpit-Einbauten mit dabei sind, oder auf dem Rumpfboden sind. Bei Letzterem würde das Schienensystem nicht funktionieren. Von hinten Einschieben geht auch nicht, da ich mich aus Sicherheitsgründen dazu entschlossen habe, keine beweglichen Türen zu bauen. Ich möchte nicht, daß sich im Flug so ein Teil warum auch immer mal löst und in den Rotor fliegt. Der Rumpfbauer schrieb, dass es möglich wäre die Mechanik so zu kürzen, daß sie wie beim Original im oberen Bereich sitzt. Der Innenraum wäre so zu 100% scalemäßig auszubauen. Die Akku säßen dann im Unterboden. Hier fehlt aber wieder das Maß, da kein Rumpf, wie groß die Akku dann sein dürfen, und wie groß von der Kapazität. Auch ist der Schwerpunkt der Maschine so schwer einzuschätzen.

Akku auf der Schiene im Schacht der Mechanik

Wird die Mechanik nach unten gekürzt um einen Scaleausbau des Innenraum zu realisieren, muss man mit weiteren Platten die Mechanik verstärken. Nach dem Wochenende werde ich mal Kontakt zum Hersteller aufnehmen. Die Mechanik wird dann auch verschickt.

7.1.19
Heute besprach ich mit dem Rumpfhersteller Details. Ich werde das nun so machen, daß ich einen Teil der Schräge absägen werde. Dann passt das noch für den Cockpitausbau. Die Akkus werden dann mit Klett und einem Sperrbolzen befestigt. Fullscale werde ich den Innenraum nicht ausführen, obwohl es machbar wäre, daß die Mechanik ganz oben verschwindet wie beim Original. Ich hab so aber dann größtmögliche Steifheit auf dem Mechanikgehäuse. Drumherum werden dann die elektronischen Bauteile verbaut.

15.1.19
Als erstes wurde die Nase gekürzt, damit sie später im Rumpf nicht in das Cockpit ragt. Man könnte sonst keine Sitze verbauen

Schnitt an der Nase

Im Anschluß daran wurden die gekürzten Anlenkstangen montiert und auf Maß gebracht.

PSG 4-Blattkopf mit Align-Kit und gekürzten Anlenkstangen
PSG 4-Blattkopf mit Align-Kit und gekürzten Anlenkstangen

Ein Überstand von gut 5mm wurde abgeschliffen. Danach wurden die Blatthalter so genau wie möglich in die Waagerechte gebracht und fixiert. Regler, BEC und AC3x wurden an die neue Front angepasst, wobei der Roxy-Regler gegen einen Jive getauscht wurde. Nachdem das Ac3x problemlos funktionierte kam der Heckausleger wieder an das Chassis. Drehrichtung und Wirkrichtung der beiden Rotoren wurden nochmals kontrolliert, und einem ersten Problauf stand nichts mehr im Wege.

Zu einem Einflug kam es nicht mehr, da die Zeit vorangeschritten war und es schon Dunkel war. Ist aber kein Problem, denn die Blatthalter müssen ja noch genau ausgerichtet werden, und die Blattspur kontrolliert werden. Zudem werde ich noch ein paar Komponenten bestellen und verbauen.
DUPLEX 2.4EX E2 Messerweiterung
Artikel-Nr. 80001316
DUPLEX 2.4EX MUI 150 Spannungs/Strom-Sensor
Artikel-Nr.: 80001304 EAN: 4250320212492
DUPLEX 2.4EX MRPM Drehzahlmessmodul
Artikel-Nr.: 80001306 EAN: 4250320212515

20.1.19
Die Bevel-Box war nun auch eingetroffen, somit konnte es am Projekt weitergehen.
Die Einstellung der Blattspur ging mit der Bevel-Box sehr easy und schnell. Die mechanische Nullstellung lag schon so gut, daß nur minimal nachgebessert werden musste.

Anzeige während der Pitchverstellung

Der nächste Schritt war der Einbau des Jeti-Drehzahlsensor. Er wurde an einem Carbonstab so fixiert, dass er unterhalb der Rotorkreisfläche messen kann. Im Sender wurde er eingebunden und richtig auf 4-Blattkopf eingestellt. Man sollte dies nicht unter einer LED-Leuchte machen. Die Frequenz des LED-Lichtes stört die Messung und es gibt Abweichungen.

verbauter Jeti-Drehzahlsensor

Etwas länger dauerte die richtige Einstellung des AC3X. Aber auch das wurde gemeistert und alles funktionierte so wie es sollte. Die Elektronik wurde dann gewissenhaft befestigt.

Programmierung des AC3x
Einbau und Verkabelung der Elektronik

Der letzte Schritt vorm Einflug war die Montage der Spinblade-Rotorblätter. Diese Scaleblätter machen echt schon was her <3

Montage der 4 Rotorblätter

Auf dem Flugplatz bei gut -5°C angekommen, war Eile geboten. Gerade der Akku bereitete Sorgen. Doch bis alles aufgebaut, montiert, kontrolliert und eingestellt war dauerte es doch gute 15 bis 20 Minuten. Die Finger waren auch schon ganz steif.

Vor dem Erstflug (Einschweben)

Leider war ganz kurz nach dem Anlauf ein garstiges Klackergeräusch zu hören, was aus dem Bereich Heckrotor/Getriebe zukommen schien. Daher wurde sofort noch am Boden abgebrochen, und eine Fehlersuche in der warmen Wohnung sollte Klärung bringen.

Man konnte beim Drehen der Heckwelle beobachten, dass wohl das eine Ritzelrad auf 2-3 Zähnen nicht eingreift. Daraufhin wurde das Heckteil vom Heckrohr abgebaut. Das Heckrohr wurde vom Getriebe getrennt und letzteres auch aus dem Chassis entnommen. Eine sorgfältige Begutachtung aller Teile ergab, dass es nichts offensichtlich Defektes geben konnte. Also wurde nochmals alles zusammengebaut und in der Wohnung geprüft. Nun war seltsamerweise kein Sprung mehr vorhanden. Die Vermutung lag an der langen Verweildauer bei Minusgraden und Temperaturverzug sämtlicher Bauteile. Also kurz vor Dämmerung ein erneuter Schwebeflug.

Leider nahm die Cam das Restlicht nicht gut auf, so dass man fast nix bis gar nix sieht. Aber der Klang ist ruhig und sauber erkennbar. Jetzt muss bei wärmeren Temperaturen und im Hellen geflogen werden.

28.1.19
Bei der Planung zum Einbau des Heckrotors traten Probleme auf. Bei der TREX Mechanik ist der Heckrotor in Flugrichtung rechts, bei der Originalmaschine links. Man kann die Heckrotoreinheit zwar drehen, dann ist aber der Anlenkhebel vom Heckservo oben. Das ist weder Scale, noch passt es gut mechanisch in den Heckausleger. Das Anlenkteil kann man nicht wie gedacht drehen, da der Arm dann in den Lauf der Blatthalter ragt, und der Blatthalter anschlägt. Es geht nur mit Spiegelung und einem neuen gefrästen Teil.

Der Anlenkhebel
Hier der originale Blatthalter mit Hebel in Flugrichtung rechts, von unten gesehen

Umbau des Hebels (gedreht) und Blatthalter auf in Flugrichtung links


Der gedrehte Anlenkhebel blockiert den drehenden Blatthalter

17.2.19
Bei www.microhelis.de wurde ein Anlenkhebel aus Carbon bestellt, und bei www.Freakware.de eine Scherenmechanik zur Verstellung des Heckrotors. Mit deren Hilfe ist es nun möglich, den Heckrotor von Rechts auf Links (wie beim Original) zu montieren. Dies übernahm freundlicherweise ein sehr guter Freund von mir, bei dem aktuell die Mechanik steht.

Anlenkhebel und Scherenemechanik
umgebauter Heckrotor Bildquelle: basse @A3quattro-Forum.de
umgebauter Heckrotor Bildquelle: basse @A3quattro-Forum.de
umgebauter Heckrotor Bildquelle: basse @A3quattro-Forum.de

Montage des 4-Blatt-Kopf

Der neulich komplettierte 4-Blattkopf von PSG sollte nun auf die Mechanik montiert werden. Der Plan war, den Kopf zu montieren, die Elektronik einzustellen und die Mechanik einfliegen, damit sie dann sauber eingestellt in den Rumpf montiert werden kann. Das ging leider nicht, denn die Anlenkstangen von PSG waren zu lang. Zudem war die PSG-Taumelscheibe für die EFL-Pro-Mechanik zu groß. Der hintere Servohalter der zugleich auch als Taumelscheibensicherung fungiert wird vom Zapfen der Taumelscheibe im oberen Bereich gestreift. Somit kann der volle Pitchweg nicht ausgeführt werden. Gleichzeitig bewegt sich der Halter sehr schräg. Alles nicht so prickelnd. Es wurde auf die Align-Taumelscheibe zurückgebaut, und bei PSG müssen neue und kürzere Stangen bestellt werden. Die im PSG-Set haben eine Länge von 64mm . Benötigt werden Stangen mit 45 mm Länge. Da die Zeit drängt wird die Mechanik mit dem teilfertigen Kopf zum Einbau in den Rumpf geschickt. Zum richtigen Einsetzen in den Rumpf reicht das ja aus.